Detroit – Luxusautos, schicke Hotels und ein wenig Geschichte

Moderne Hochhäuser an der neu gestalteten Promenade am Fluss, Luxusautos in Henry Fords Technikmuseum, ein Strand mitten in der Stadt und natürlich Motown Hitsville, die Heimat der Hits der 60er und 70er Jahre – ich habe mir Detroit angeschaut und die Stadt ist heute wirklich eine Reise wert.

01 Detroit Riverside

Detroit – Düster und gefährlich?

Ist das nicht die gefährlichste Stadt der USA? Da kann man doch abends gar nicht vor die Tür gehen – und: Gibt’s da überhaupt etwas zu sehen? Diese und andere Fragen stellten mir meine Freunde vor der Abreise. Ich war selbst sehr gespannt und sage jetzt „JA!“ Detroit ist wirklich eine Reise wert.

Nach dem Lufthansa-Direktflug von Frankfurt nach Detroit war ich überrascht: In Detroit kommt nur etwa alle halbe Stunde ein internationaler Flieger an, somit war die Warteschlange kurz und binnen weniger Minuten war ich auf dem Weg in die Stadt. Das Zentrum ist in etwa einer halben Stunde erreicht und ich habe im Crowne Plaza Hotel direkt am Fluss eingecheckt.

01 a Detroit Crowne Plaza

Es warten große Zimmer mit plüschigen Teppichen, großem Bett, Schreibtisch, Kaffeestation und einem Ausblick, bei dem man auch nachts die Vorhänge auflassen sollte. Einige Zimmer zeigen zum Fluss, meines bot einen Blick über den Financial District mit seinen zahllosen Hochhäusern.

Ausblick Detroit Crowne Plaza

Zu Fuß durch Detroit

 Downtown Detroit kann man perfekt zu Fuß erkunden. Vom Crowne Plaza sind es nur wenige Meter zur neu gestalteten Promenade am Fluss. Auf der anderen Seite liegt übrigens schon Kanada!

Just luxe travel Quiz Wissen: Detroit ist die einzige Stadt der USA, in der man in Richtung Süden auf Kanada blicken kann!

 01 b Detroit Promenade River

Der alte Mississippi Dampfer kreuzt über den Fluss zu Dinner Cruises, viele Detroiter joggen oder radeln entlang der Promenade! Das erste Highlight ist das General Motors Headquarter, das ebenfalls direkt am Fluss liegt. Hübsche Street Art mit GM Autos ziert die Promenade hier.

Ein Blick ins Innere lohnt sich auf jeden Fall. Im Erdgeschoss gibt es eine kostenlose Ausstellung mit vielen GM-Modellen, darunter auch schicke Luxusautos!

02 a Detroit GM Museum

Ich verlasse das Headquarter durch den Vorderausgang und spaziere entlang der Hochhäuser durch die Straßenschluchten. Überall machen neue Restaurants und Shops auf, auch große Marken kaufen jetzt Immobilien, um in der Stadt neue Filialen zu eröffnen. Von Frühjahr bis Herbst schlägt das Herz der Stadt jetzt am neuen City Beach. An dem kleinen Strand mit Liegestühlen, einigen kleinen Bars und Live-DJ ist bis spät abends etwas los und besonders nach Feierabend trifft man sich hier gern auf ein Bier.

02 b Detroit Beach

Das beliebteste Ausgehviertel ist jedoch Greektown, nur wenige Blocks entfernt. Hier lebten damals viele Griechen und noch heute gibt es hier das ein oder andere griechische Restaurant. Entlang der Hauptstraße reiht sich eine Bar an die nächste und ich probiere das Santorini Estiatorio aus. Hier locken griechisches Flair und griechische Küche – und natürlich typisch amerikanische Portionen. Kaum einer verlässt ohne ein „Doggy Bag“ das Restaurant.

Zurück geht es ganz bequem mit dem Detroit People Mover. Die Hochbahn fährt ganz ohne Fahrer immer im Kreis durch die Innenstadt, eine Tour kostet nur 75 US Cent. Ich spaziere zum Greektown Casino, denn direkt vor der Lobby fährt die Hochbahn ab.

03 Detroit Monorail

Nach wenigen Stopps erreiche ich wieder das Financial Centre und genieße noch ein paar Minuten die Aussicht aus meinem Zimmer im 24. Stock des Crowne Plaza bevor mir dank Jetlag die Augen zufallen.

03 b Detroit Abendlicher Ausblick

Henry Ford – Sehenswertes Technikmuseum

Am nächsten Tag geht’s zum Henry Ford Museum im Stadtteil Dearborn, das etwa 20 Minuten vom Zentrum entfernt liegt. In dem riesigen Technikmuseum könnte man eigentlich den ganzen Tag verbringen, doch mir bleiben nur wenige Stunden. Besonders spannend ist natürlich die Geschichte des Automobils, die mit zahlreichen Exponaten von der Kutsche bis zum hochmodernen Elektroauto dargestellt wird.

07_Henry Ford Museum Auto Historie

Hier kann man sogar in einem Oldtimer Platz nehmen…

06_Henry Ford Museum Oldtimer

Schick ist auch die Fahrzeugflotte der US-Präsidenten von damals bis heute.

05_Henry Ford Museum Präsidentenautos

Doch das Henry Ford Museum bietet noch viel mehr! Auch die Historie des Flugzeugs ist dokumentiert von den ersten Flugversuchen bis zu aktuellen Modellen.

08_a_Detroit Henry Ford Technikmuseum

Ganze Eisenbahnzüge aus dem vorletzten Jahrhundert füllen die Hallen, historische Möbel und die Geschichte der Werbung werden hier ebenfalls präsentiert. Besonders viel Spaß haben die Kinder, für die es unzählige Spielmöglichkeiten gibt.

08_b_Detroit Technikmuseum Henry Ford

Henry Ford – Das Freilichtmuseum

 Draußen geht es weiter bei Henry Ford. Direkt neben dem Technikmuseum liegt das Greenfield Village, in dem die Besucher in das Leben in Michigan vor einigen Jahrhunderten eintauchen.

12_Detroit Henry Ford Greenfield Village

Historische Farmhäuser mit Obstanbau, Rinderherden und Pferdewirtschaft können ebenso entdeckt werden wie die typisch hölzernen Wohnhäuser.

11_Henry Ford Greenfield Village Kutsche

Man kann das weitläufige Gelände per Eisenbahn und Kutsche entdecken oder mit einem Oldtimer das Gebiet erkunden.

10_Henry Ford Greenfield Village Oldtimer 2

Ich habe mich für die bequeme Kutsche entschieden und schaukele durch die historischen Straßen. An diesem sonnigen Herbsttag ist der beliebte Park gut besucht. Halloween steht vor der Tür und die ersten Häuser sind traditionell mit Kürbissen und Mais geschmückt.

09_Henry Ford Greenfield Village Kutsche Brigitte

Nach der knapp einstündigen Tour bin ich hungrig und kehre in die „Eagle Tavern“ auf dem Gelände ein. Auf der Speisekarte des Restaurants stehen nur Gerichte „von damals“ mit saisonalen Zutaten. Da gibt es „Pork und Apple Pie“, frische Nudeln mit Kürbis und Rosenkohl oder Bread Pudding. Aber Vorsicht, auch hier sind die Portionen einfach riesig!

Für Musikfans – Motown Hitsville

 Wenn man in Detroit ist, ist natürlich das Motown Hitsville Museum ein Muss. Auch für weniger Musikinteressierte lohnt sich der Abstecher. Hier wurden die Jackson Five bekannt, auch die Temptations sind vielen ein Begriff. Berry Gordy gründete in Detroit eigene Musiklabels, die berühmte Motown Band spielte mit zahlreichen Künstlern wie auch Stevie Wonder zusammen.

15_Motown Hitsville Detroit Brigitte

Leider ist das Fotografieren im Museum verboten. Die Führung startet mit einem Film und viel Musik, die meisten der Gäste sind echte Fans und singen lautstark mit. Zu sehen gibt es zahlreiche Bilder der Stars, die verschiedenen Plattenlabels, Hut und Handschuhe von Michael Jackson, die Wohnung von Berry und das Studio, das hinter der ehemaligen Küche in einer Garage lag. Natürlich muss die Gruppe in diesen heiligen Hallen noch einen Song schmettern und wieder singen die Fans auswendig „My Girl“ aus vollem Halse mit. Da bekomme dann sogar ich eine Gänsehaut.

Leider ist meine Zeit in Detroit jetzt schon vorbei und es geht weiter in den Norden Michigans. Aber ich werde ganz bestimmt wiederkommen!

 

Weitere Informationen über Detroit gibt es unter www.visitdetroit.com.

Vor Ort von A nach B

Wer ein Hotel in der Innenstadt bucht, kann das Zentrum und Greektown bequem zu Fuß oder mit der Hochbahn erkunden. Zum Motown Museum geht es ab 2016 mit der neuen M1-Rail etwa 20 Minuten. Das etwas außerhalb gelegene Henry Ford Museum ist entweder per Mietwagen oder per Taxi in 20 Minuten erreicht (ca. 20 Dollar).

 

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