Marlborough – Feine Weine aus Neuseeland

Es ist das größte und bekannteste Weingebiet Neuseelands Marlborough produziert etwa 75 Prozent des neuseeländischen Weins und ist die Heimat des Sauvignon Blanc. Immer wieder sieht man die feinen Tropfen in den Regalen unserer Supermärkte und Weingeschäfte und wir schauen jetzt nach, woher der Weißwein stammt.

Marlborough Blenheim

Blenheim – Gemütliches Zentrum Marlboroughs

Marlborough liegt im Norden der Südinsel Neuseelands und zählt zu den bekanntesten Weinregionen des Landes. Sein Mittelpunkt ist die kleine Stadt Blenheim mit knapp 30.000 Einwohnern. Im Zentrum locken zahlreiche Cafés mit bestem Kaffee, der Riversidepark dient der Erholung und bietet tolle Spazierwege.

Feine Weine aus Marlborough

Nur wenige Kilometer westlich der Stadt liegen die weiten Weinfelder. Als erstes kehren wir bei Framinghams ein und verkosten feine Bioweine. Die Weinprobe ist kostenlos – ausgeschenkt werden verschiedene Rebsäfte des 17 Hektar großen Weinguts. Wir beginnen mit dem für die Region typischen Sauvignon Blanc, gehen dann über den Riesling zum Pinot Noir.

Framingham Maureen

Maureen Hamilton ist Cellar Door Manager bei Framingham und schenkt seit über 10 Jahren die edlen Tropfen aus. „Wir exportieren auch nach Deutschland“, erklärt sie stolz und serviert den für die Region ungewöhnlichen Montepulciano, der seit 14 Jahren angebaut wird. „Die ältesten Rieslingreben sind sogar über 36 Jahre alt“, betont die Expertin. Für Neuseeland ist das eine halbe Ewigkeit!

Framingham F-Series Pinot Noir

Alle Weine außer dem Sauvignon Blanc sind „hand picked“ – also per Hand geerntet. Das ist selbst bei der Größe des Framingham Weinguts viel Arbeit.

Cloudy Bay – Luxusweine aus Neuseeland

Etwas luxuriöser geht es bei Cloudy Bay zu. Das Weingut ist in aller Welt bekannt, die Preise sind gehoben. Wir probieren fünf Weine. Die Verkostungsgebühr von 10 NZ Dollar wird natürlich beim Weinkauf angerechnet.

Cloudy Bay

Das Angebot reicht vom Pelorus Blanc de Blanc über Chardonnay bis zum Late Harvest Riesling – einem süßen Dessertwein. Im Garten locken gemütliche Loungesessel und Hängekorbstühle zum Verweilen ein – natürlich mit Blick über die weiten Weinfelder.

Cloudy Bay Garden

Per Fahrrad durch Marlboroughs Weinberge

Am Nachmittag radeln wir durch das Weingebiet Marlborough. Los geht’s im Wein-Village an der Rapaura Road ganz in der Nähe von Renwick – hier reiht sich ein Weingut ans nächste! Wir strampeln bei leichtem Wind und ein wenig Bewölkung zunächst zum bei uns eher weniger bekannten Weingut Nautilus. Winemaker Brett Birminghamn nimmt uns gleich mit in sein Reich und zapft frischen Wein aus den riesigen Fässern ab. Er war einige Jahre bei Cloudy Bay und kam nach einem Abstecher nach Übersee zu Nautilus. Das ist mittlerweile zehn Jahre her.

Nautilus Brett Burmingham

Fünf Mitarbeiter managen das Weingut das ganze Jahr über, zur Erntezeit sind über 50 Menschen hier unterwegs. „Mein persönlicher Lieblingswein ist der Pinot Noir“, verrät der 40-Jährige und zapft uns am großen Tank noch einmal nach.

Nautilus Sparkling wine award
Es ist immer wieder erstaunlich, dass so ein preisgekrönter Wein aus diesem großen Gefäß stammt, der auch an Bord der Air New Zealand Flugzeuge ausgeschenkt wird.

Drei deutsche Brüder keltern Wein in Marlborough

Nur eine Tür weiter hat das Giesen Weingut seine Tore geöffnet. Sarah Macdonald wartet bereits auf uns und hält Sauvignon Blancs und Gewürztraminer für uns bereit.

Giesen Winery

Für den klassischen Weintester gibt es verschiedene Weinproben. Da wir den Sauvignon Blanc bereits aus Deutschland kennen, bitten wir um ausgefallene Rebsäfte. Die drei deutschen Brüder wohnen heute zwar in der Nähe von Christchurch, schauen aber regelmäßig in Marlborough vorbei und haben „ihre“ Weine im Blick.

Giesen-SarahTasting

Wir testen „The Brothers Sauvignon Blanc“ – eine feine Variante mit Noten von Limette, Grapefruit und Gewürzen. Besonders gut gefällt uns jedoch der „The August 1888 Sauvignon Blanc“, der nach dem Großvater der drei Brüder benannt wurde.

Giesen Lunch

Im Restaurant nebenan werden leichte Speisen und gemischte Platten mit Seafood serviert. Wir entscheiden uns für ein buntes Holzbrett voller Käse und Fisch – begleitet von einem Gewürztraminer – einer für die Region ausgefallenen Weinsorte.

Marlborough Wine Trail

Der Wine Trail erstreckt sich hauptsächlich entlang der Rapaura Road zwischen Blenheim und Renwick, doch auch in den Seitenstraßen locken junge Weingüter mit der „Open Cellar Door“. Einen Abstecher wert ist das Weingut Rockferry, das auch Bio-Weine produziert und kostengünstigen Lunch anbietet mit einem Fish of the Day und zahlreichen Menüs.

Weitere Informationen gibt es unter  www.newzealand.com/de oder unter www.marlboroughnz.com.

Hinweis: Diese Reise wurde unterstützt von Tourism New Zealand. Der Bericht stellt ausschließlich unsere eigene Meinung dar.

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4 Comments

  • Ich freue mich über diesen Beitrag, schließlich ist es nicht mehr lang hin, bis wir nach NZ starten. Wir starten im Süden, fahren die Westcoast hoch. Von dort geht es weiter nach Blenheim an die Spitze der Südinsel. Ich wusste schon, dass es Neuseelands größte Weinregion und die Heimat des weltbekannten Sauvignon Blancs ist – hier habe ich aber noch viel Neues erfahren. Und auch wir planen Besuche auf einigen der über 40 Weingüter mit eigenen Kellern, bevor es weiter geht mit der Interislander Ferry nach Wellington.

    • Lieben Dank für Deinen Kommentar! Die Tour über die Südinsel Neuseelands war wirklich traumhaft und eine Radtour zu den Weingütern kann ich nur empfehlen! Besonders gut hat es uns bei Nautilus gefallen, der Winzer war super nett! In Wellington waren wir auch, du findest dazu auch einen Beitrag hier! Ganz viel Spaß und gute Reise!

      • Hallo Brigitte, Deiner Anregung folgend waren wir nun auch in Sachen Wein rund um Blenheim unterwegs – allerdings auf anderen, aber mindestens ebenso spannenden Weingütern!

        • Das freut mich sehr! Die Weingütere in Eurem Artikel sehen auch super interessant aus. Wir hatten damals leider nur etwa einen Tag vor Ort – ich wäre sehr gerne noch länger geblieben. Vielen Dank auch für die Verlinkung in Deinem Artikel! Liebe Grüße, Brigitte

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